„… Raumerfahrungen von Vorder- und Hintergrund changieren und
verweisen auf die Wahrnehmung selber, weil kein Bildinhalt die
zerstobenen Landschaftsausschnitte selbst ernsthaft zum Thema macht. Die Malerei zeigt ihre Suggestionskraft, erprobt ein visuelles Vokabular für ein Empfinden von Raum und Wirklichkeit. Jeden Tag wirkt Natur anders. Stabilität ist höchstens ein Teilaspekt der Wirklichkeitserfahrung. Eine Baumgruppe oder Wiese bleibt als Konstellationsgefüge, aber ihr Eindruck auf Betrachtende ändert sich durch Farbe, Licht und psychische Verfasstheit. Scheinbar ähnliche Gegebenheiten lassen uns mit einem reichen Bestand von unterschiedlichen Empfindungen zurück, die unlöschbarer Teil unserer Wirklichkeitserfahrung sind. Claudia Maas‘ künstlerische Intention ist es, dafür Aufmerksamkeit zu schaffen und einen Ausdruck zu suchen.“
Ausschnitt aus „Gefilde-Piercing“, Dr. Dirk Tölke 2022
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